Nöfte

Ui, es ist etwas ganz Tolles passiert: Ich habe meine erste Anleitung geschrieben!
Das hatte ich ja schon lange vor und ich habe auch öfter mal „frei Schnauze“ gestrickt, aber entweder vergessen, mir Notizen zu machen („ach, das weiß ich dann schon noch…“) oder aber das Gefühl gehabt, dass es sich nicht rentiert, weil das ja dann eh niemand nachstricken möchte. Dieses Mal bin ich aber so zufrieden mit dem Ergebnis, dass ich sogar den Kampf mit Word auf mich genommen habe, um euch die Anleitung zur Verfügung zu stellen (natürlich hat das Programm immer noch nicht eingesehen, dass meine Formatierung besser ist und besteht vehement auf irgendwelche komischen Zeilensprünge und Umbrüche; deswegen wird es die Anleitung erstmal nur als Text auf dem Blog geben und ich verlinke das Dokument, sobald ich meinen Willen durchgesetzt habe alles ordentlich aussieht.)

Der kleine Pullunder entstand als noch nicht klar war, ob der Knirps in meinem Bauch nicht vielleicht doch eine Knirpseline ist (Edit: ich weiß es immer noch nicht, denn beim letzten Ultraschall meinte der Scherzkeks, uns konsequent den Po entgegenstrecken zu müssen, so dass einfach nichts erkennbar war…).
Meine Schwester war ganz entrüstet, dass es keinen geschlechtsneutralen Begriff für ihre Verwandtschaftsbeziehung gibt und sie immer von „mein Neffe oder meine Nichte“ sprechen muss. Kurzerhand wurde das Würmchen „Nöfte“ getauft, als Mischung aus Neffe und Nichte (ja, das müsste eigentlich „Nefte“ sein, aber so klingt es „besser“ 😉 ). Leider In der Zwischenzeit hat sich der Name etabliert und ich bin sicher, dass wir den so schnell nicht wieder loskriegen.

Der Pullunder ist also absolut unisex einsetzbar und eignet sich auch großartig zum Austoben mit Farben oder Mustern. Im Moment gibt es nur die eine Größe (0-3 Monate), ich arbeite aber bereits daran, neue Größen hinzuzufügen.
Ich freue mich, wenn euch der Pullunder gefällt und ihr ihn vielleicht sogar nachstricken möchtet. Falls ihr irgendwelche Fragen habt, schreibt mich einfach an und ich helfe euch gerne!

Viel Spaß mit der Anleitung und bis bald,
Eva

Anleitung:

Garn: Araucanía Ñuble (75% Merino, 25% Seide; Lauflänge 250 m auf 50 gr) hier in der Farbe Goldenrod
Nadel: 2,5 mm (Nadelspiel) und 2,75 mm (Nadelspiel und/oder Rundnadel); Nähnadel zum Fäden vernähen (Hinweis: Ich habe den Hauptteil auf einer Rundnadel mit 40 cm Länge gestrickt und für die Bündchen die kleinere Nadelstärke als Nadelspiel benutzt)
Maschenprobe: 32 x 38 auf 10 cm (nach dem Spannen)
Verbrauch: ca. 33 Gramm (165 m)
Benötigte Kenntnisse: rechte Maschen und linke Maschen in Reihen und Runden, Abnahmen, Maschen aus dem Gestrick aufnehmen, Kitchener Stitch (kann auch durch den 3-Needle-Bind-Off ersetzt werden), Abketten

Abkürzungen:

  • *…*: das Muster zwischen den Sternchen wiederholen
  • abk: abketten
  • HR: Hinreihe
  • l: links stricken
  • M: Masche
  • r: rechts stricken
  • RR: Rückreihe
  • 2zus: 2 Maschen rechts zusammenstricken
  • ssk: 2 Maschen einzeln wie zum rechts stricken abheben, zurück auf die linke Nadel schieben und verschränkt abstricken

Für den Rumpf:
Der Pullunder beginnt beim unteren Bündchen. Hierzu mit 2,5 mm 140 M anschlagen, zur Runde schließen und ca. 2 cm *1r, 1l* im Rippenmuster stricken.
Anschließend wie folgt abnehmen: *1r, 2zus, 2r, 2zus* bis zum Ende der Runde wiederholen. (100 M)
Nun zu 2,75 mm wechseln und bis zur gewünschten Höhe bis Armausschnitt glatt rechts in Runden stricken (jede M r). Bei mir waren das 16,5 cm.
Für die Armausschnitte wie folgt abketten: 6 M abk, 44 r, 6 M abk, 44 r.
Ab nun wird in Reihen weitergearbeitet. Die M des Vorderteils werden stillgelegt (ohne zu stricken auf ein Stück Restgarn fädeln, oder einfach wie ich auf der Rundstricknadel lassen und ignorieren  – mich stört das nicht und ich spare mir Arbeit).

Für das Rückenteil:
1. RR: alle M l (44 M)
2. HR: 1r, ssk, r bis 3 M vor Ende, 2zus, 1r
Diese beiden Reihen insgesamt 3 Mal arbeiten(38 M)
7. RR: alle M l
8. HR: alle M r
Diese beiden Reihen insgesamt 5 Mal arbeiten
17. RR: alle M l
18. HR: 11r, 16 M abk, 11r
Von nun an werden das linke und rechte Rückenteil separat weitergearbeitet.

Rechtes Rückenteil:
19. RR: alle M l (11 M)
20. HR: 1r, ssk, restl. M r
Diese beiden Reihen insgesamt 3 Mal arbeiten (8 M)
25. RR: alle M l
26. HR: alle M r
Diese beiden Reihen insgesamt 3 Mal arbeiten
31. RR: alle M l
Die M stilllegen (auf ein Stück Restfaden oder eine Sicherheitsnadel fädeln) und den Faden abschneiden.

Linkes Rückenteil:
19. RR: alle M l (11 M)
20. HR: r bis 3 M vor Ende, 2zus, 1r
Diese beiden Reihen insgesamt 3 Mal arbeiten (8 M)
25. RR: alle M l
26. HR: alle M r
Diese beiden Reihen insgesamt 3 Mal arbeiten
31. RR: alle M l
Die M stilllegen (auf ein Stück Restfaden oder eine Sicherheitsnadel fädeln) und den Faden abschneiden. 0

Für das Vorderteil:
1. RR: alle M l (44 M)
2. HR: 1r, ssk, r bis 3 M vor Ende, 2zus, 1r
Diese beiden Reihen insgesamt 3 Mal arbeiten (38 M)
7. RR: alle M l
8. HR: alle M r
Diese beiden Reihen insgesamt 2 Mal arbeiten
11. RR: alle M l
12. HR: 14r, 10 M abk, 14r
Von nun an werden die linke und rechte Seite des Vorderteils separat fertiggestellt.

Rechtes Vorderteil:
13. RR: alle M l (14 M)
14. HR: 1r, ssk, r bis Ende
Diese beiden Reihen insgesamt 4 Mal arbeiten (10 M)
21. RR: alle M l
22. HR: alle M r
23. RR: alle M l
24. HR: 1r, ssk, r bis Ende (9 M)
25. RR: alle M l
26. HR: 1r, ssk, r bis Ende (8 M)
27. RR: alle M l
28. HR: alle M r
29. RR: alle M l
30. HR: alle M r
31. RR: alle M l
Die M stilllegen (auf ein Stück Restfaden oder eine Sicherheitsnadel fädeln) und den Faden abschneiden.

Linkes Vorderteil:
RR: alle M l (14 M)
HR: r bis 3 M vor Ende, 2zus, 1r
Diese beiden Reihen insgesamt 4 Mal arbeiten (10 M)
21. RR: alle M l
22. HR: alle M r
23. RR: alle M l
24. HR: r bis 3 M vor Ende, 2zus, 1r (9 M)
25. RR: alle M l
26. HR: r bis 3 M vor Ende, 2zus, 1r (8 M)
27. RR: alle M l
28. HR: alle M r
29. RR: alle M l
30. HR: alle M r
31. RR: alle M l
Die M stilllegen (auf ein Stück Restfaden oder eine Sicherheitsnadel fädeln) und den Faden abschneiden.

Schultern schließen:
Die M des rechten Vorderteils und linken Rückenteils zurück auf die Nadel schieben. Links auf links zusammenlegen (die Nadelspitzen zeigen in die gleiche Richtung) und mit Kitchener Stitch zusammennähen. Alternativ kann man die beiden Teile rechts auf rechts zusammenlegen und mit dem 3-Needle-Bind-Off verbinden.
Ebenso mit der anderen Seite verfahren.

Halsbündchen:
An der hinteren rechten Schulter beginnen und wie folgt Maschen aufnehmen: 14 M bis zu den abgeketteten M, dann die 16 abgeketteten M, dann noch einmal 14 M bis zur Schulternaht, 15 M aus dem geraden Teil des vorderen Ausschnitts, 5 M aus dem schrägen Teil, die 10 abgeketteten M, 5 M aus dem schrägen Teil des vorderen Ausschnitts, 15 M aus dem geraden Teil. (94 M)
Zur Runde schließen und 5 Runden im Rippenmuster *1r, 1l* stricken und dann locker im Muster abketten.

Armausschnitte:
In der Mitte des unteren Ausschnitts beginnen und 3 M aus den abgeketteten aufnehmen, dann bis zur Schulternaht 24 M aufnehmen, ab der Schulternaht 24 M aufnehmen, 3 M aus den abgeketteten aufnehmen. (54 M)
Zur Runde schließen und 5 Runden im Rippenmuster *1r, 1l* stricken und dann locker im Muster abketten.

Fäden vernähen. Bei Bedarf waschen und spannen.

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Noch mehr Veränderungen :)

Da bin ich wieder – und es hat diesmal keine drei Monate gedauert! Das ist doch schön 🙂

Als Zusatz zum letzten Post kann ich heute noch eine Veränderung verkünden: wir haben endlich eine neue Wohnung gefunden! Ich weiß nicht, wie viele Besichtigungen wir in den letzten zwei Jahren und vermehrt in den letzten drei Monaten hatten – wahrscheinlich irgendwas zwischen 30 und 40. Endlich hat die Suche ein Ende und mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Der Umzug steigt ca. 4 Wochen vor Einzug des Krümels (wäre ja noch schöner, wenn alles entspannt laufen könnte) und wird bestimmt eine Herausforderung. Aaaaaaber, diejenigen die mich kennen, wissen, dass ich kaum etwas lieber mag als Planen und Organisieren (außer natürlich Stricken und vielleicht Schokokekse) und von daher freue ich mich kurioserweise auch darauf. Vor unserem Umzug in die jetzige Wohnung vor 5 Jahren hatte ich ganz schön Angst, dass wir das alles nicht schaffen, und dann waren um 15 Uhr schon alle Möbel aufgebaut und außer Kisten auspacken kaum noch was zu tun. Ich war schon damals die „Königin mit dem Klemmbrett“ und diesmal werde ich dann eben die „kugelige Königin mit dem Klemmbrett“, hihi 🙂

Das Schöne ist, dass die neue Wohnung nun tatsächlich groß genug wird, dass der Papa vom Krümel und ich jeder ein eigenes Arbeitszimmer bekommen und sich mein Lebensvorrat bisschen Wolle den Platz nicht mit Gitarren und Elektrokram teilen muss. Puh! Und wir haben sogar zwei Balkone, so dass ich im Sommer endlich auch gemütlich draußen stricken kann. Ein Traum!

So, jetzt aber zum Stricken! Hier gibt’s auch eine Veränderung, und zwar der farblichen Art. Ich bin nun in meiner Blauphase angekommen. Nein, das ist kein Hinweis darauf, dass wir einen Krümel und keine Krümeline bekommen (dass wissen wir selbst noch gar nicht). Ich habe lediglich festgestellt, dass ich schon ewig nichts Blaues mehr gestrickt habe und hier ein paar wirklich schöne Blautöne rumliegen habe. Zum Beispiel zwei Knäuel Drops Merino Extrafein in Stahlblau. Daraus sind eine Weste, eine Mütze und ein paar Schühchen entstanden. Bis jetzt hab ich nur Fotos von der süßen Weste, der Rest trocknet noch.

Die Anleitung: Pebble

Das Garn: Drops Merino Extrafein in Stahlblau (55 Gramm)

Aus Drops Baby Merino in lavendel hell habe ich noch einen Little Sister Romper gestrickt, aber auch der trocknet noch und die Bilder dazu folgen. Ich glaube, nach dem Blau brauche ich dann mal ein bisschen Rot, da habe ich wunderbare Schätze im Stash und in der Krümelgarderobe gibt es noch gar nichts Rotes, das muss geändert werden. Habt ihr tolle Ideen, was ich stricken könnte?

Bis bald,
Eva

Ähem… tschuldigung

Tja. Da nimmt man sicher immer vor, regelmäßiger zu schreiben, und dann kommt was dazwischen. In meinem Fall ist das zum Beispiel ein neuer Job. Eigentlich bin ich ja Gymnasiallehrerin für Englisch und Spanisch, jetzt arbeite ich aber an der Förderschule und unterrichte Mathe, Deutsch, Sozialkunde und Ethik. Dass das eine ganz schöne Umstellung ist, könnt ihr euch sicher vorstellen. Aber auch wenn es teilweise sehr intensiv und zeitaufwendig ist, weil es eben neu ist, bin ich ganz zufrieden mit meiner neuen Stelle.

Die größere Umstellung (und der nächste Strickzeitfresser) kommt dann allerdings in den Sommerferien.
Ende des Sommers tritt nämlich mein ganz eigenes Strickwarenmodel seinen Dienst an und wird hier alles auf den Kopf stellen 🙂
Und da ich befürchte, dann erstmal recht wenig Zeit zum Stricken zu haben, habe ich natürlich schon fleißig an der Garderobe des Krümels gearbeitet, damit er oder sie stets schick in Strick gekleidet sein kann. Hier mal ein aktuelles Bild:

Die Bildqualität lässt leider zu wünschen übrig (irgendwie habe ich da Probleme mit dem neuen Editor), aber immerhin könnt ihr euch ein Bild davon machen, was hier in den letzten Wochen so entstanden ist (einige kennen die einzelnen Teile ja schon von Instagram). Besonders liebe ich den gelb-grau-geringelten Pulli unten rechts, den Little Sister Romper (der kleine Body oben links) und den Hosenmatz oben links. Aber eigentlich finde ich alle Teil toll (Babysachen haben das so an sich, wahrscheinlich weil sie so klein und niedlich sind).

Meine Vorstellungen, welche Teile ich bis zur Geburt noch stricken möchte, sind natürlich völlig unrealistisch und überzogen (ich glaube, die Ravelry-Favoritenliste dazu hat über 200 Einträge…), aber das ein oder andere wird sicher noch dazukommen.

Heute komme ich hoffentlich noch ein bisschen weiter bei meiner Kinderwagendecke, damit ich schon ganz bald einen Grund habe, einen neuen Post zu schreiben und euch das Ergebnis zu zeigen 🙂

Bis ganz bald!

Weihnachtsstimmung?

Na, seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Bei mir ist es irgendwie noch nicht so weit, was eventuell auch an den aktuell 10 Grad liegen kann. Wie soll ich denn da jemals meine Winterpullikollektion ausführen??? #knitterproblems

Heute Abend geht es dann aber zum ersten Mal auf den Weihnachtsmarkt und ich habe große Hoffnung, dass das meiner Weihnachtsvorfreude auf die Sprünge hilft 🙂 Bisher haben Plätzchen backen, Weihnachtslieder hören und singen und die Organisation des alljährlichen Besuchewahnsinns (4 Städte in 3 Tagen? Natürlich liebe Verwandte, gar kein Problem…) noch nicht ihre Aufgabe erfüllt. Vielleicht muss ich aber auch einfach Tatsächlich Liebe schauen – der Weihnachtsfilm überhaupt, der muss jedes Jahr sein! Habt ihr auch Traditionen für die Vorweihnachtszeit? 

Immerhin ein weihnachtliches Foto habe ich für euch: Plätzchen für meine Eltern als Mitbringsel zum Adventsessen morgen mit einem mega süßen gehäkelten Kranz. Die Anleitung findet ihr bei Joanita Theron auf Ravelry. Total einfach zu häkeln und gut für die Resteverwertung. Besonders die kleinen Stechpalmenbeeren haben es mir angetan – herzallerliebst! 

Ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit ohne Geschenkestress. Wir machen es uns zum Glück einfach und schenken uns einfach Zeit – mein Liebster und ich machen im Frühjahr einen Kurztrip nach Athen und meine Familie geht zusammen wandern im Bayrischen Wald. Kein Stress und dazu noch Vorfreude auf Gemeinsamzeit:  #winwin!

Bis zum nächsten Mal! 

Kurzes Update

Aufgrund von akuten Schreibblockaden hier nur ein Mini-Update:

Am spannendsten ist wahrscheinlich, dass ich im November tatsächlich nach langem Überlegen ein Gewerbe angemeldet habe und meine Strickseleien nun offiziell verkaufen darf. Noch ist das sehr lokal begrenzt (momentan führt Dani von hollazweiwaldfeen ein paar meiner Teile, falls ihr aus Nürnberg seid, schaut dort unbedingt mal vorbei!), aber ich recherchiere fleißig, in welcher Form sich das sonst bewerkstelligen lässt. Habt ihr Ideen oder Ratschläge? Etsy, palundu, oder doch ein ganz eigener Webshop? Ich bin irgendwie total überfordert und weiß nicht so recht, was sich am besten eignet. Ich mach das ja nur „nebenher“ und kann nicht zu viel vorab investieren. Und außerdem verbringe ich meine Zeit doch soooooo viel lieber strickend als beim Recherchieren… 

Hier seht ihr nur ein paar der in den letzten Wochen fertig gewordenen Sachen. Einfach auf die Links in der Bildunterschrift klicken, dann kommt ihr zu den Projekten auf Ravelry 🙂

So, nun seid ihr auf dem neuesten Stand und ich habe zumindest mal wieder ein paar Zeilen geschrieben. Wie bei der klassischen Schreibblockade hab ich auch viel zu viel zu erzählen und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Außerdem möchte ich natürlich am liebsten jedes Mal einen Pulitzer-würdigen Beitrag schreiben und da wird der Druck dann so groß, dass ich gar nicht erst schreibe. Neue Devise also: lieber kurz als gar nix, vielleicht komm ich ja so wieder in den Flow 😉

Ich setze mich jetzt noch an mein neuestes Projekt (wer mir auf Instagram folgt, hat schon eine Ahnung, worum es geht) und ganz bald (diesmal hoffentlich wirklich)  findet ihr hier meine erste geschriebene Anleitung!

Einen schönen Abend mit viiiiiel Strickzeit wünsche ich euch!

Über den Wolken

Nachdem ich zwei Wochen im Urlaub war und dann auch noch ein bisschen Zeit gebraucht habe, bis alles wieder mehr oder weniger zur Normalität zurückgekehrt ist, konnte ich mein geheimes Ziel, jede Woche einen Eintrag zu verfassen, leider nicht erreichen. Aber jetzt ist es ja nicht mehr geheim, und deswegen werde ich mich wohl dran halten müssen, damit meine Stammleser ( – Wunschdenken – ) nicht enttäuscht werden.

Der Urlaub war super. Ich habe gelesen, geschlafen, gegessen, geshoppt, gestrickt und gespannt entspannt (gespannt habe ich dann erst zu Hause, das mallorquinische Chlorwasser wollte ich den guten Stücken dann doch nicht antun…). Ich konnte sogar ganz entspannt im Flugzeug stricken, denn die Röntgenassistenten am Flughafen haben nix beanstandet (eventuell war es eine gute Idee, Holznadeln zu nehmen).

Beide Projekte sind im Urlaub fertig geworden und es hat sich mal wieder gezeigt, wie wichtig ein entspannendes Bad sein kann (nicht für mich, ich werde da kirre, wenn ich 20 Minuten im Wasser liege und nichts tun darf, aber für meine Stricksachen ist das toll!). Denn vor dem Spannen hat mir vor allem der Granito gar nicht gefallen, aber danach ist er unheimlich fließend gefallen und sitzt nun richtig gut:

Die Ringel auf dem Poolbild gehören zu einem Teststrick von Bataille d’encre, den ich für Jessika durchführen durfte. Anfangs gab es ein paar Kommunikationsschwierigkeiten, weil gleichzeitig die französische und die englische Version getestet wurden, aber das hat sich schnell geklärt. Herausgekommen ist ein unheimlich süßer Pulli, für den ich jetzt nur noch einen Empfänger brauche, da er mir leider zu klein ist (die Designerin arbeitet aber schon an der Erwachsenenversion – yay!):

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In Palma musste ich natürlich auch ein bisschen Garntourismus betreiben.  Nachdem die 90er modisch wieder voll da sind, und in wirklich jedem Klamottenladen die gleichen Scheußlichkeiten wie vor 20 Jahren liegen, habe ich dadurch inspiriert beschlossen, selbst so einen furchtbaren Pulli zu stricken (anstatt einen zu kaufen, denn das wäre schließlich günstiger, schneller und einfacher gewesen…). 8 Knäuel Katja Velvet Fine durften also mit nach Hause und sind auch schon fast verstrickt (es fehlen nur noch 1,5 Ärmel, der Pulli sollte also in ca. 2 Jahren fertig sein). Es bleibt spannend 😉

Außerdem habe ich bei Rosa’s Crafts noch Cashmerino mitgenommen, die leider so unbekannt ist, dass sie nicht mal auf Ravelry zu finden ist. Ein Foto gibt’s trotzdem (aber nicht heute, sondern erst beim nächsten Mal – sozusagen als Cliffhanger).

Vorhin war ich ein Stündchen draußen in der Sonne und habe Fotos von Stricksachen gemacht. Das hat sich irgendwie komisch angefühlt, so in der Öffentlichkeit, aber ich habe nun mal keinen Balkon/Garten/Landsitz zur Verfügung und muss mich mit den öffentlichen Plätzen in meiner Nähe begnügen. Hat sich aber rentiert, denn die Bilder sind einfach so viel schöner geworden, als die, die ich in der Wohnung gemacht habe. Schaut doch mal bei Ravelry vorbei, da sind schon ein paar Updates drin 🙂

Ich stricke jetzt noch ein bisschen am 90er-Monster und wünsche euch einen schönen Restsonntag! Bis ganz bald,

Eva

Mützen: jedem Kopf ein Deckel.

So. Es ist September. Also praktisch Winter. Holt die Pullis aus dem Schrank, und die Strumpfhosen, und vergesst bloß die Schals und Tücher nicht!

Nach den unerträglich heißen Temperaturen im August fühlen sich 16 Grad schon mal an, als bräuchte man jetzt dringend einen Glühwein und müsste auch rasch noch die letzten Weihnachtsgeschenke besorgen. Als ich am Sonntag mit meinem Liebsten Essen war, haben wir von kurzen Hosen bis Winterjacken echt alles gesehen! Wie waren irgendwo mittendrin und konnten zum Essen gerade so noch draußen sitzen – besonders gemütlich war es allerdings nicht (also für meinen Freund; ich hatte meine Hellebore an und war kuschelig eingemummelt! Mist, schon wieder ein älteres Projekt, von dem ich keine Bilder habe – wird nachgeholt, versprochen!).

Für Strickerinnen oder Handarbeitsmenschen allgemein ist der Herbst natürlich eine große Freude. Nicht nur, dass man sich ganz viele Farbinspirationen holen kann (zur Zeit: grau, grau mit etwas dunklerem grau, grau mit hellgrauen Wolken, …). Nein, Stricksachen finden nun auch endlich Verwendung! Juhu!

Während ich dieses Jahr meine Liebe zu Pullis entdeckt habe, habe ich nicht vergessen, dass es auch noch andere Körperteile gibt. Und so sind derzeit Mützen und Stulpen hoch im Kurs. Ich sage nur: instant gratification!

Als erstes habe ich die Anleitung „A little lonely cable“ von Joji Locatelli gestrickt. Die Designerin macht gerade wieder ihre alljährliche Herbstaktion, den #jojifallkal, bei dem jeder beliebig viele ihrer Designs stricken kann und am Schluss gibt es Preise. Super Sache, vor allem, wenn man eh schon lange mal etwas von ihr stricken wollte. Die Anleitungen waren dann während der Anmeldephase nämlich auch noch reduziert (enabler!) und so bin ich nun mit *hust* 7 Projekten dabei. Mehr dazu gibt’s dann in einem eigenen Post, sonst schweife ich zu sehr ab…
Die Mütze habe ich aus der Puna von Drops gestrickt, einem tollen Garn aus reiner Alpakawolle. Die Farben sind schön gedeckt und das Material für reines Alpaka sehr weich (ich bin da ein bisschen empfindlich). Da ich trotz kleinerer Maschenprobe die kleinste Größe gestrickt habe, ist mir die Mütze nun ein μ zu klein (ist also nur noch eine -tze das hat sie jetzt nicht wirklich geschrieben…) und daher hab ich sie mal ganz euphorisch als erstes Teil auf der Shop-Seite20180903_103221.jpg eingestellt. Schlagt zu!
Die Anleitung ist super einfach und verständlich und ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht die letzte Mütze ihrer Art war, die ich gestrickt habe.

Dann habe ich noch ein Geheimprojekt gestrickt, aber weil ich nicht genau weiß, wer alles meinen Blog liest (gestern hatte ich immerhin einen Besucher – hallo Mama!), bleibt das Projekt erst einmal geheim.

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Meine kleine jüngere Schwester (die, die an die Fotos bei IKEA gedacht hat) mag viele Dinge: Spaghetti, Bier, Dackelwelpen, mich, ihr Auto Horst, … aber vor allem eines: die „Farbe“ gold! (Als sie mich besucht hat, hat sie goldfarbene Essstäbchen gekauft…). Als ich also bei meinem LYS (local yarn store = Wollhändler des Vertrauens) casa lana ein Knäuel wunderbar fluffiger gold-grüner Wolle gesehen habe, musste  ich sofort an sie denken und in meinem Kopf begann der Entwurf für ihren Kopf. IMG-20180904-WA0004

Entstanden ist eine total einfache Mütze mit kurzem Bündchen, das man umschlagen kann. Ich wollte, dass die Wolle strahlen kann, deswegen habe ich auf allen Schnickschnack verzichtet. Allerdings habe ich die Mütze, nachdem sie fertig war, komplett geribbelt und noch einmal von vorne gestrickt, da sie der Wassermelone in meiner Küche gepasst hat – und so groß ist der Dickschädel vom Schwesterherz dann doch nicht 😉 Mit weniger Maschen hat dann alles geklappt und ab ging die Post! Sieht doch gut aus – oder was meint ihr?

Für mich habe ich natürlich auch eine Mütze gestrickt, aber – wer hätte es gedacht? – es gibt noch keine Bilder davon, wie ich sie trage. Dafür habe ich aber die passenden Stulpen gestrickt, so dass ich im Winter (also so in zwei Wochen dann) ganz warm eingepackt sein werde. Die Mütze heißt „Artist of Pentacles“ und die Stulpen heißen „Eva denkt sich was aus, das zur Mütze passt“.

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Jetzt aber genug geschrieben, ein bisschen stricken möchte ich heute ja auch noch. Zum Beispiel die zweite Stulpe für eine ehemalige Kollegin, die in zwei Wochen Geburtstag hat. Oder eines der tausend 7 Projekte für Joji. Oder mehr Mützen!
Was habt ihr gerade so auf den Nadeln?

Bis bald,
Eva